Findom - Geldsklave

Als Findoms oder auch Moneydoms werden in der Regel Dominas bezeichnet, die von sogenannten Geldsklaven Geld verlangen ohne jegliche Gegenleistung. In der heutigen Zeit verwässert jedoch dieser Fetisch zum Leidwesen der Geldsklaven. Es strömen viele Frauen in diesen Bereich, um sich einen "reichen" Geldsklaven zu angeln, der ihnen das Leben versüßt. Echte Neigung zur Dominanz und oder Sadismus ist leider häufig nicht gegeben. Sie legen sich Profile auf einschlägigen Communitys an, erfüllen den Domina Dresscode und hoffen darauf, dass ein Geldsklave anbeißt. Geil auf Geld zu sein hat ja erst mal nichts mit Dominanz zu tun.

Aber wer sind die Geldsklaven und was bewegt sie dazu, einer sogesehen wildfremden Frau Geld zu geben ohne eine Gegenleistung zu erwarten? Es ist ein Fetisch. Es ist eine sexuell motivierte Handlung. Und wie vieles im BDSM Bereich geht es um die Abgabe von Kontrolle, bzw. den Kontrollverlust. Im Falle eines Geldsklaven ist es der sexuelle Reiz am finanziellen Kontrollverlust. Das Gefühl der Machtlosigkeit und der Erniedrigung. Theoretisch kann es soweit gehen, dass sich der Geldsklave für seine Domina sogar verschuldet, was das Gefühl ausgeliefert zu sein noch mal um ein vielfaches verstärkt. Jedoch kommt das wohl eher selten vor.

Es gibt verschiedene Varianten, diesen Fetisch zu triggern. Es muss nicht der riesen Betrag sein, alleine das Bezahlen eines beliebigen Tributes kann einen Geldsklaven schon triggern.

BDSM, ein einvernehmliches Spiel mit der Macht und Ohnmacht, mit unglaublich vielen unterschiedlichen Facetten. Aber eines ist immer gleich. Verantwortung und Vertrauen. Der untergebene sollte das Vertrauen haben, dass seine Herrin verantwortungsbewusst mit ihrer Macht umgeht. Und die Herrin steht in der Verantwortung, ihre Macht verantwortungsbewusst auszuspielen. In der Realität sieht das jedoch leider oft anders aus. Die Macht des Fetischs über den Sklaven dominiert seine Handlungen. Schon alleine der Bezahlvorgang lässt das Adrinalin in die Höhe schießen. Dazu kommt noch die sexuelle Luststeigerung und diese Kombination aus Adrinalin und Lust versetzt den Sklaven in einen Rauschzustand, den er immer und immer wieder erleben möchte. Dabei besteht die Gefahr, dass der Geldsklave sich im Zuge seiner Lust in echte finanzielle Schwierigkeiten bringt.

Hier ist dann Eigenverantwortung gefragt. Heute gibt es eine Menge Möglichkeiten sich davor zu schützen. Sich selbst ein Budget festlegen, was man bereit ist, für seinen Fetisch auszugeben. Diesen auf einem Gutschein oder auf einer aufladbaren Kreditkarte überweisen und nur diese für den Fetisch nutzen. Und Augen auf bei der Wahl der Findom.

Domina Paradies für devote Männer

Geldsklave ist nicht gleich Geldsklave

Es gibt natürlich auch unterschiedliche Ausprägungen des Geldsklaven Fetischs. Das fängt beim Rollenspiel ausschließlich in der Fantasie an und kann bis hin zu Blackmail ( Erpressung ) reichen. Ich selbst hatte über mehrere Jahre mal einen Sklaven, den ich heute ganz klar als Geldsklaven bezeichnen würde. Damals jedoch war mir diese Spielart noch vollkommen unbekannt. Es hat sich einfach so ergeben. Bei ihm war es so, dass es ihn kickte, einen bestimmten Betrag als Strafe für Verfehlungen zahlen zu müssen. Es waren durchaus vermeidbare Verfehlungen. Als ich mit anderen Mitteln, wie Ignoranz oder Züchtigung nicht weiter kam, habe ich die Geldstrafe eingeführt. Er musste mir dafür sein schriftliches Einverständnis geben. Wer mehr darüber wissen möchte, darf mich gerne Anrufen oder in den Livechat kommen. Also haben wir schon mal eine Facette, Tribut als Strafe für Verfehlungen.

Aus einer Unterhaltung heraus wurde mir eine weitere Facette eines Geldsklaven klar. Ich liebe ja Leder. Ich mag es auf der Haut, ich mag den Duft und ich fühle mich gut, wenn ich Leder trage. Lederstiefel lassen mich noch selbstbewusster sein, geben mir ein Gefühl von Stärke. Was sicherlich auf den Reaktion meiner Umwelt basiert. Ich nutze meine Diener gerne dazu, mich beim Shoppen zu begleiten. Vor allem beim Schuhe/Stiefel shopping. Als mein Diener muss er mir beim Anprobieren helfen. Als wir dann zur Kasse gingen, nachdem ich mir ein paar schöne und echt teure Stiefel ausgesucht hatte, zückte mein Diener ohne zu Zögern seine Kreditkarte. Ich hatte einfach nur Spaß daran, ihn in der Öffentlichkeit mit seinem Fußfetisch zu konfrontieren, jedoch sagte er mir im Nachhinein, dass es ihn noch mehr gekickt hat, meine Stiefel zu bezahlen. Er würde mir nicht das Geld geben, damit ich mir dafür was kaufen kann, sondern ihn kickt es, mir etwas zu kaufen, was ich mir selbst kaufen will. Er nennt es dann, der Herrin eine Freude bereiten. Ich glaube auch nicht, dass er sich selbst als Geldsklave sieht. Dennoch ist es sein Wunsch Geld auszugeben um die Herrin glücklich zu machen.

Ich bin ganz sicher keine klassische Findom und für mich wäre es eher die Aufgabe, einen Finsub dahingehend zu kontrollieren, weniger Geld auszugeben. Ich lebe nun mal BDSM und möchte natürlich auch Kommunikation und Sessions, oder wie viele heute sagen, Dynamiken mit dieser Person haben. Wenn der Fetisch Paypig da ist, dann ist das für mich vollkommen in Ordnung, aber es darf nicht zu tatsächlichen finanziellen Problemen beim Finsub kommen. Das fällt für mich ganz klar in meinen Verantwortungsbereich. Und natürlich will ich nicht, dass mein Bottom wahllos an irgendwelche Findoms nebenbei Geld sendet, solange er zu meinem Stall gehört! Und das werde ich auch kontrollieren.

Findom per Definition

Findom: Financial Dominance oder Finanzielle Dominanz, eine Spielart die sich im BDSM ansiedelt, bei der es in erster Linie um Macht und Unterwerfung durch Geldtansfers geht. Der Bottom/Sub/Sklave wird oft als PayPig oder Geldsklave bezeichnet. Oder er bezeichnet sich selbst schon so. Es handelt sich dabei eher um einen Fetisch, bei dem der Geldsklave oder das PayPig freiwillig Geld oder Geschenke an eine Findom sendet und diesen Transfer sexualisiert.

Eine Femdom verlangt in der Regel für die Zeit, die sich mit einem Bottom aufwendet einen festen Tribut. Man kann also sagen, es fliest Geld und der Bottom erhält dafür eine Gegenleistung. Bei mr ist es Zeit. Zeit, in der der Bottom meine volle Aufmerksamkeit bekommt, die auch wie immer geartet sein kann! Bei einer reinen Findom gibt es in der Regel keinerlei Gegenleistung. Es gibt sehr viele Finsubs, die gleichzeitig auch auf Erniedrigung und Demütigung stehen. So erklären sich auch die vielen Findom Profile, die den Bottom im Allgemeinen schon sehr demütigend und erniedrigend ansprechen.

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