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Vor gut 16 Jahren bekam mein Fühlen einen Namen: Sadomasochismus.
Phantasien seit meiner Kindheit nahmen Formen an. Die Bilder dieser
Phantasien waren sich immer sehr ähnlich. Ich sah einen gefesselten,
fixierten Körper, verschiedene Instrumente, die diesen Körper
schunden. Häufig sah ich einen geilen Knackarsch. Ja, dass
ich auf geile Ärsche stehe, war mir auch vorher schon klar...
und ein hochgereckter Arsch, der mit verschiedenen Instrumenten
bearbeitet wurde, machte mich einfach geil.
Wie es sich für eine Frau gehört ( das schwache Geschlecht
) kam ich gar nicht auf die Idee, dass nicht ich dieser Arsch oder
dieser Körper in meiner Phantasie bin. Wenn ich mir die Dominas
in den Glanzheftchen ansah, so war klar, das bin ich ganz sicher
nicht. Herrinnen, Dominas, das entsprach nicht dem, was ich mir
unter Sadomasochismus für mich vorstellte. Es war aufgesetzt
und geschauspielert. Eine Dienstleistung, da ich zu dem Zeitpunkt
noch gar nicht auf die Idee kam, dass es auch private dominante
Frauen gibt, die das auch auslebten.
Also empfand ich mich als Masochistin. Machte mich auf den Weg,
jemanden zu finden. Damals noch über Zeitungsanzeigen, was
auch Erfolg versprach. Doch das alleine war es irgendwie nicht.
Immer wieder merkte ich, dass irgendwas fehlt. Nur was?
Das Zeitalter des Internets begann und ich fand hier und da Gleichgesinnte
zum Austausch. Und ich besuchte die ersten Partys. Nach einigen
gescheiterten Beziehungen traf ich IHN. Ich sah ihn mit seiner Sklavin
"spielen". Es war so wunderbar. Er hatte eine unglaubliche
Wirkung auf mich und wir lernten uns kennen. Ich wurde seine "Sub".
Er hatte etwas, was ich bis dahin noch bei keinem Anderen empfand.
Und so schlug ich den Weg zur Sklavin ein. Ich lernte das Dienen.
Lernte meinen Körper kennen. Er ist ein wahrer Meister meines
Körpers. Ich diente mich einer Disziplin und Konsequenz, dass
es schon unheimlich war.
Unsere Beziehungsform gleicht der einer großen Familie. Man
nennt dies eine polyamore bzw. polygame Struktur. So kam es auch
zu Hierarchien. Daraus resultierte, dass auch ich in der Position
war, zu führen, zu lenken, zu strafen und mit zu erziehen.
Der Meister beobachtete es eine Weile und erkannte, dass all meine
Konsequenz und meine Disziplin zum Dienen nicht von der angenommenen
Devotion gesteuert wurden, sondern von Dominanz. Ich dominierte
mich selber, strebte nach Perfektion.
Welch ein Gefühlschaos in mir. Nach so vielen Jahren nicht
zu sein, was ich glaubte, was ich lebte, was ich sogar fühlte.
Der Meister schob mich nach dieser, seiner Erkenntnis mal eben einfach
auf eine andere Ebene.
Es begann eine Zeit des Lernens. Domina in Ausbildung... lächel.
So viel hatte ich schon auf der passiven Seite gelernt und es fiel
mir leicht, es auf die aktive Seite zu übertragen.
Ich lernte Techniken, die meiner aktiven Lust entsprachen und suche
mir dann einen eigenen Sklaven. Diese Beziehung lies mich völlig
neue Gefühlsebenen beschreiten. Es entwickelte sich eine Leidenschaft,
die mit dem Erleben als Sklavin nicht vergleichbar ist.
Das Internet bietet verdammt viele Möglichkeiten,
um Dinge auszuprobieren. So kam es, dass ich mich neuen Themen über
die Onlineerziehung annäherte. Themen, die in der bisherigen
Konstellation nicht gegenwärtig waren. So gelangte ich auch
in den semi-professionellen Bereich. Über die Onlineerziehung
wähle ich heute meine Realkontakte aus. Sowohl für den
prof. Bereich als auch für den privaten.
Meine Vorlieben entpuppten sich als vielschichtig und sind abhängig
von meinem Gegenüber. |